Der grüne Ratgeber
Bio Dünger, auch organischer Dünger genannt, besteht aus natürlichen, meist pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen. Im Gegensatz zu mineralischen Kunstdüngern wirken Bio Dünger langsam und nachhaltig, verbessern die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben.
Die Nährstoffe in Bio Düngern werden erst durch Mikroorganismen im Boden freigesetzt und stehen den Pflanzen dann kontinuierlich zur Verfügung. Das verhindert Überdüngung und schont die Umwelt.
Vorteile von Bio Dünger:
Der Klassiker unter den Bio Düngern! Kompost entsteht durch die Zersetzung organischer Abfälle und ist reich an Nährstoffen und Humus.
Hornspäne sind ein stickstoffreicher Langzeitdünger, der sich besonders für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten und Kohl eignet.
Kaffeesatz ist ein kostenloser Bio Dünger, der reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium ist. Ideal für Beeren, Tomaten und Rosen.
Ein kraftvoller, selbst hergestellter Flüssigdünger, der Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt und sie gleichzeitig stärkt.
Reich an Phosphor und Kalzium, fördert Knochenmehl das Wurzelwachstum und die Blütenbildung. Besonders gut für Blühpflanzen.
Zerkleinerte Eierschalen sind eine ausgezeichnete Kalziumquelle und helfen, den pH-Wert des Bodens zu regulieren.
Wählen Sie einen halbschattigen Platz im Garten. Der Kompost sollte direkten Bodenkontakt haben, damit Mikroorganismen einwandern können.
Nutzen Sie einen Komposter oder bauen Sie einen einfachen Lattenkomposter. Wichtig: Gute Belüftung von allen Seiten.
Beginnen Sie mit grobem Material wie Ästen. Dann abwechselnd grünes (stickstoffreich) und braunes Material (kohlenstoffreich) schichten.
Der Kompost sollte feucht wie ein ausgedrückter Schwamm sein. Bei Trockenheit gießen, bei Nässe trockenes Material einarbeiten.
Setzen Sie den Kompost alle 4-6 Wochen um. Das belüftet die Masse und beschleunigt die Verrottung erheblich.
Nach 6-12 Monaten ist der Kompost reif. Er riecht angenehm erdig und ist krümelig. Sieben und im Garten verwenden!
Weniger ist mehr: Organische Dünger wirken langsam aber nachhaltig. Lieber sparsam dosieren und bei Bedarf nachdüngen.
Boden vor Düngung testen: Ein Bodentest zeigt, welche Nährstoffe Ihr Garten wirklich braucht. So vermeiden Sie Überdüngung.
Mulchen nicht vergessen: Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Laub schützt den Boden, hält Feuchtigkeit und liefert beim Verrotten Nährstoffe.
Frischen Mist kompostieren: Frischer Tiermist kann Pflanzen verbrennen. Lassen Sie ihn mindestens 6 Monate kompostieren, bevor Sie ihn verwenden.
Gründüngung nutzen: Pflanzen Sie im Herbst Gründünger wie Phacelia oder Klee. Diese lockern den Boden und reichern ihn mit Stickstoff an.