Bio Dünger

Natürlich und nachhaltig düngen für gesunde Pflanzen und einen fruchtbaren Boden. Entdecken Sie die Kraft der organischen Düngung!

Was ist Bio Dünger?

Bio Dünger, auch organischer Dünger genannt, besteht aus natürlichen, meist pflanzlichen oder tierischen Ausgangsstoffen. Im Gegensatz zu mineralischen Kunstdüngern wirken Bio Dünger langsam und nachhaltig, verbessern die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben.

Die Nährstoffe in Bio Düngern werden erst durch Mikroorganismen im Boden freigesetzt und stehen den Pflanzen dann kontinuierlich zur Verfügung. Das verhindert Überdüngung und schont die Umwelt.

Vorteile von Bio Dünger:

Kompost

Der Klassiker unter den Bio Düngern! Kompost entsteht durch die Zersetzung organischer Abfälle und ist reich an Nährstoffen und Humus.

Anwendung:

  • Im Frühjahr in Beete einarbeiten
  • Als Mulchschicht ausbringen
  • Komposttee für Flüssigdüngung

Hornspäne

Hornspäne sind ein stickstoffreicher Langzeitdünger, der sich besonders für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten und Kohl eignet.

Vorteile:

  • Hoher Stickstoffgehalt
  • Langzeitwirkung bis 3 Monate
  • Einfach in der Anwendung

Kaffeesatz

Kaffeesatz ist ein kostenloser Bio Dünger, der reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium ist. Ideal für Beeren, Tomaten und Rosen.

Tipp:

  • Gut trocknen lassen
  • Dünn auf Erde streuen
  • Schreckt Schnecken ab

Brennnesseljauche

Ein kraftvoller, selbst hergestellter Flüssigdünger, der Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt und sie gleichzeitig stärkt.

Herstellung:

  • 1 kg Brennnesseln auf 10 l Wasser
  • 10-14 Tage gären lassen
  • 1:10 verdünnt anwenden

Knochenmehl

Reich an Phosphor und Kalzium, fördert Knochenmehl das Wurzelwachstum und die Blütenbildung. Besonders gut für Blühpflanzen.

Einsatz:

  • Bei Pflanzung einarbeiten
  • Für Blumen und Sträucher
  • Langzeitwirkung

Eierschalen

Zerkleinerte Eierschalen sind eine ausgezeichnete Kalziumquelle und helfen, den pH-Wert des Bodens zu regulieren.

Verwendung:

  • Gut trocknen und zerkleinern
  • In Erde einarbeiten
  • Gegen Blütenendfäule bei Tomaten

Kompost selbst herstellen - So geht's!

1

Standort wählen

Wählen Sie einen halbschattigen Platz im Garten. Der Kompost sollte direkten Bodenkontakt haben, damit Mikroorganismen einwandern können.

2

Behälter vorbereiten

Nutzen Sie einen Komposter oder bauen Sie einen einfachen Lattenkomposter. Wichtig: Gute Belüftung von allen Seiten.

3

Richtig schichten

Beginnen Sie mit grobem Material wie Ästen. Dann abwechselnd grünes (stickstoffreich) und braunes Material (kohlenstoffreich) schichten.

4

Feucht halten

Der Kompost sollte feucht wie ein ausgedrückter Schwamm sein. Bei Trockenheit gießen, bei Nässe trockenes Material einarbeiten.

5

Regelmäßig umsetzen

Setzen Sie den Kompost alle 4-6 Wochen um. Das belüftet die Masse und beschleunigt die Verrottung erheblich.

6

Ernten & verwenden

Nach 6-12 Monaten ist der Kompost reif. Er riecht angenehm erdig und ist krümelig. Sieben und im Garten verwenden!

Profi-Tipps für erfolgreiche Bio-Düngung

Weniger ist mehr: Organische Dünger wirken langsam aber nachhaltig. Lieber sparsam dosieren und bei Bedarf nachdüngen.

Boden vor Düngung testen: Ein Bodentest zeigt, welche Nährstoffe Ihr Garten wirklich braucht. So vermeiden Sie Überdüngung.

Mulchen nicht vergessen: Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Laub schützt den Boden, hält Feuchtigkeit und liefert beim Verrotten Nährstoffe.

Frischen Mist kompostieren: Frischer Tiermist kann Pflanzen verbrennen. Lassen Sie ihn mindestens 6 Monate kompostieren, bevor Sie ihn verwenden.

Gründüngung nutzen: Pflanzen Sie im Herbst Gründünger wie Phacelia oder Klee. Diese lockern den Boden und reichern ihn mit Stickstoff an.